Die amerikanische Elite. Gesellschaft und Macht in den Vereinigten Staaten

Das vorliegende Buch von C. Wright Mills ist vielleicht das aufschlußreichste, das nach dem Kriege über die Vereinigten Staaten von Amerika geschrieben wurde. Der Verfasser war bis zu seinem Tode im März 1962 Professor der Soziologie an der Columbia Universität in New York. Als origineller Denker und fruchtbarer Autor vieldiskutierter Bücher hat er sich in der ganzen angelsächsischen Welt einen Namen gemacht. Auch dem deutschen Publikum ist er kein Unbekannter mehr. Sein Buch über die Welt der Angestellten (MENSCHEN IM BÜRO) und der aktuelle Traktat über die Ursachen des dritten Weltkrieges (DIE KONSEQUENZ, POLITIK OHNE VERANTWORTUNG) sind sehr beachtet worden und haben ihm auch bei uns einen großen Leserkreis verschafft. Um so notwendiger ist es, das deutsche Publikum nun auch mit seiner bisher wichtigsten Arbeit bekanntzumachen. …

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Die Deutschen und das Selbstbewusstsein

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»Wir sind alle nur vorläufig!« Interview mit Hans Albert

In dem vorliegenden Interview stellt Hans Albert seine intellektuelle Entwicklung vor, die immer von der Suche nach besseren, vernünftigen Alternativen geprägt war, und er erklärt darin die wichtigsten Komponenten seiner Auffassung; vor allem betont er seine Hauptthese, den konsequenten Fallibilismus, der das klassische „Offenbarungsmodell der Erkenntnis“ ersetzt. Aus dem wird dann klar, wie unverzichtbar für seinen kritischen Rationalismus die Konfrontation und die Diskussion mit anderen philosophischen Strömungen sind: Der methodische Revisionismus, der auf die Existenz verschiedener Alternativen angewiesen ist, ist der einzige Weg, der uns offen ist, um vernünftig zu sein. …

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Wie dumme Einzelteile zusammen intelligent werden – Emergenz

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Caesars Entscheidungen (Martin Jehne)

In der Kette wichtiger Handlungen Caesars lässt sich .. eine Neigung feststellen, die vermeintlich evidenten Sachzwänge zu negieren. In wichtigen Entscheidungssituationen hat er oft eine Option gewählt, die nicht nahelag. Damit hat er den Entwicklungsprozess der römischen Republik zweifellos relevant beeinflusst. Wenn man zu charakterisieren versucht, was denn an den großen Männern, die angeblich Geschichte machen, so ungewöhnlich sein könnte, dann könnte man hierfür abgesehen von den weitreichenden Folgen ihrer Aktivitäten die individuellen Züge ihrer Entscheidungen ins Feld führen, die des Öfteren von dem abwichen, was sich ihnen anbot und wofür sich Normalbürger entschieden hätten. Einem Entscheidungsträger, der sich nur so verhält, wie es die meisten anderen Leute auch tun würden, ist wohl kaum persönliche Größe zuzusprechen. Sieht man also im Ausbrechen aus den Sachzwängen ein Kriterium für Größe, dann war Caesar ein großer Mann. Dass man jedoch mit einer solchen Betrachtungs- und Bewertungsperspektive dem vielfältigen historischen Geschehen nur begrenzt gerecht wird, ist klar. Caesar hat sich nicht vollkommen von seinen Zeitgenossen unterschieden. Auch andere haben sich den Sachzwängen entzogen, und nicht jede Situation war und ist so beschaffen, dass überhaupt eine Option unter den Alternativen deutlich herausgehoben ist. Zwar bin ich der Ansicht, dass Caesar in Bezug auf Risikobereitschaft, Selbstvertrauen und auch politische Geschicklichkeit die meisten seiner Standesgenossen in den Schatten stellte, doch heisst das nicht, dass er als Einiger individuell handelte. Aber zweifellos hatte er zu seiner Zeit den größten Erfolg damit.

Quelle: Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde Individuum. Caesars Entscheidungen

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David Chalmers: Bin ich mein Gehirn?

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Wandlungen im politischen Selbstverständnis der Deutschen (Wolfgang J. Mommsen)

Die schroffen und die vielfach äußerst illiberalen Reaktionen auf abweichende Meinungen oder Tendenzen, wie sie im Zusammenhang der Auseinandersetzung mit der studentischen Linken sichtbar sind, geben zu einiger Besorgnis Anlass. Gleiches gilt allerdings auch von den gereizten Reaktionen der Intelligenz auf die Artikulierung besitzbürgerlicher Instinkte durch Teile der deutschen Öffentlichkeit. Ebenso bedenklich sind die jüngst wieder vermehrt auftretenden Tendenzen, den Meinungen und Aktivitäten marginaler Gruppen der Gesellschaft, sei es linker, sei es “grüner” Observanz, mit einer Mischung aus Dogmatismus und administrativem Patriarchalismus gegenüberzutreten, statt auf die Absorptionskraft des demokratischen Konsensus zu vertrauen. Noch sind wir um einiges von einem wirklichen demokratischen Konsens entfernt, der nicht nur auf materiellen – und daher den Wechselfällen der Zeit unterworfenen -, sondern auch auf gesicherten ideellen Grundlagen beruht.

Quelle: Stichworte zur geistigen Situation der Zeit, 1. Band: Nation und Republik, hrsg. von Jürgen Habermas (1979)

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Die Digitale Diktatur | Harald Lesch | SWR Tele-Akademie

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Andreas Reckwitz: Digitalisierung und Gesellschaft der Singularitäten

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Das psychsoziale Moratorium der Jugend (Erik H. Erikson)

Vielleicht lernen wir am meisten, wenn wir uns bewusst machen, wie der soziale Wandel sich auf unsere Theorien über die Jugend auswirkt. Zum Beispiel habe ich einmal den Begriff eines, im Jugendstadium eintretenden, psychosozialen Moratoriums geprägt – einer Phase, da der junge Mensch teils jugendliche, teils erwachsende Verhaltensformen ausleben oder jedenfalls experimentell erproben und schließlich doch zu einer großartigen Übereinstimmung mit traditionellen Idealen oder neuen ideologischen Tendenzen finden kann. Ein echtes Moratorium befreit natürlich vom Zeitdruck, wie es auch Spielraum für zeitlose Werte gibt. Da es per definitionem einmal zu Ende gehen muss, erwarten wir, dass darauf eine Zeit energischer, zielgerichteter Aktivität folgt. Früher beklagten die Erwachsenen das Ende dieses Moratoriums oft als unwiederbringlichen Verlust potentieller Identitäten, die den Anforderungen des Lebens geopfert werden mussten. Heute erklären die Wortführer der Jugend in Rede und Liedern, die Welt jenseits der Jugend sei leer und gesichtslos.

Quelle: Lebensgeschichte und historischer Augenblick

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