Die anscheinenden Wettermacher in der Politik (Friedrich Nietzsche)

Wie das Volk bei dem, welcher sich auf das Wetter versteht und es um einen Tag voraussagt, im stillen annimmt, dass er das Wetter mache, so legen selbst Gebildete und Gelehrte mit einem Aufwand von abergläubischen Glauben großen Staatsmännern alle die wichtigen Veränderungen und Konjunkturen, welche während ihrer Regierung eintraten, als deren ureigenstes Werk bei, wenn es nur ersichtlich ist, dass jene etwas davon eher wussten als andere und ihre Berechnung danach machten: sie werden also ebenfalls als Wettermacher genommen – und dieser Glaube ist nicht das geringste Werkzeug ihrer Macht.

Quelle: Menschliches, Allzumenschliches

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