Wie Journalisten mit den Mächtigen klüngeln

Von Ralf Keuper

Auf Carta war gestern ein Artikel von Ronnie Grob über die Doktorarbeit von Uwe Krüger zu lesen. Darin untersucht der Autor die Verflechtung der Leitmedien und ihrer Galionsfiguren mit den Mächtigen in Wirtschaft und Politik.

Eigentlich als Kontrollorgan der Öffentlichkeit gegenüber den Eliten gedacht, sind die Leitmedien oft nur noch allzu dienst- und willfährige Erfüllungsgehilfen, die die Botschaften unter das Volk bringen.

Gleichwohl stellt sich die Frage, ob der Journalismus überhaupt jemals frei von unmittelbarer Nähe und den Einflüsterungen der Mächtigen gewesen ist und sein kann. Dass eine gegenseitige Beeinflussung existiert, ist nicht das Problem, denkt man an Journalisten vom Rang einer Gräfin Dönhoff oder eines Joachim C. Fest. Jedoch ist dieser Personenkreis inzwischen doch sehr überschaubar geworden.

Dass sich die Berichterstattung kaum noch unterscheidet, kann daher nicht wirklich verwundern.

Weitere Informationen:

Die Einflüsterer

Am besten nichts Neues. Medien, Macht und Meinungsmache,

Angst, Druck, Lobbyarbeit: Warum Journalisten wichtige Themen übersehen

Meinungshoheit kommt vor dem Fall

Deutsche verlieren Vertrauen in die Medien

Diskurs und Ökonomie: Kurzstudie zur Verschränkung von Journalismus und Wirtschaft

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Politik und Wirtschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.